Gleicher Maßstab. Gleiche Prüfung. Gleiche Chancen.
Wer eine Sprache von zu Hause mitbringt, kann sie sich schon heute als Fremdsprache anerkennen lassen. Das ist richtig. Die Grünen wollen diese Anerkennung jetzt ohne verlässlichen Nachweis, dass die Sprache auf Abiturniveau beherrscht wird. Sie begründen das selbst mit sozialer Durchlässigkeit.
Viele sprechen ihre Familiensprache fließend, schreiben sie aber nicht sicher. Wer dafür den Nachweis erlässt, den andere in Klausuren erbringen, macht die zweite Fremdsprache beliebig.
Unsere Forderung: Wer seine Herkunftssprache als zweite Fremdsprache anerkennen lassen will, weist mindestens das Niveau B1 nach, anzustreben ist B2. Es gelten dieselben Anforderungen wie bei jeder anderen Fremdsprache.
Stefan Thoma, Landesvorsitzender und Gymnasiallehrer: „Das Ziel darf es nicht sein, dass Abschlüsse leichter zu bekommen sind. Ziel muss es sein, dass jeder eine faire Chance hat, den Abschluss durch eigene Leistung erreichen zu können.“
Erika Watson, Stadträtin in Zweibrücken und Englischlehrerin: „Nur weil ein Schüler eine Sprache spricht, heißt das noch lange nicht, dass er diese auch auf einem für das Abitur notwendigen Niveau beherrscht.“
Helga Lerch, ehemalige bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion und Schulleiterin im Ruhestand: „Die vollwertige Beherrschung einer Sprache ist mehr als das reine Sprechen. Auch die sichere Beherrschung der Schriftsprache mit angemessener Rechtschreibung und Grammatik gehört selbstverständlich dazu. Aus gutem Grund erlernt ebenfalls jedes muttersprachlich deutsche Kind im Unterrichtsfach Deutsch die Formen und Feinheiten seiner eigenen Muttersprache.“
An die Grünen: Ziehen Sie den Vorschlag zurück. Eine Anerkennung ohne Nachweis benachteiligt alle, die ihre Fremdsprache regulär ablegen.
An die Landesregierung: Bleiben Sie bei Ihrem Nein. Sie haben selbst festgeschrieben, dass sicheres Deutsch vor der Grundschule kommen soll. Dann gilt am Ende der Schulzeit für alle derselbe Maßstab.
Unsere Grundsätze: Deutsch steht nie zur Diskussion. Ein Abitur, ein Maßstab. Gleiche Regeln für jeden, der hier zur Schule geht.
Fotos von FDP Rheinland-Pfalz Beitrag
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