Große Koalition jetzt auch bei Lotto Rheinland-Pfalz?
Zu den Berichten über die neue Position eines zweiten Geschäftsführers bei Lotto Rheinland-Pfalz äußert sich der neue Landesvorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz, Stefan Thoma, wie folgt:
„Die neue schwarz-rote Regierung ist kaum im Amt und zeigt leider schon jetzt, dass es ihr scheinbar mehr um die Absicherung ihrer eigenen Leute als um die Bürger von Rheinland-Pfalz geht. Nicht nur einen zusätzlichen Ministerposten und einen zusätzlichen Landtagsvizepräsidenten hat die neue Koalition geschaffen, sondern jetzt auch noch eine neue Geschäftsführerposition bei Lotto Rheinland-Pfalz ausgehandelt.
Neben CDU-Mann Christian Baldauf, ehemaliger CDU-Vorsitzender und Fraktionschef in Rheinland-Pfalz, braucht es nun scheinbar noch einen weiteren erfahrenen Politiker aus den Reihen der SPD, um den Posten des Geschäftsführers bei Lotto Rheinland-Pfalz auszufüllen. Fehlt hier das Vertrauen in Baldaufs Fähigkeiten, sodass dieser Hilfe braucht, oder möchte die SPD ihren ehemaligen Minister und Landtagspräsidenten Hendrik Hering einfach gut versorgt wissen? Nach der langjährigen Mitgliedschaft im rheinland-pfälzischen Landtag dürften mit den Versorgungsansprüchen zumindest mal keine Existenzängste bei beiden Politikern aufkommen – auch ohne eine Geschäftsführerposition bei Lotto Rheinland-Pfalz, wo der bisherige Geschäftsführer ein sechsstelliges Jahresgehalt bezogen hat.
Für die Bürger im Land stellt sich nun die Frage, welchen Mehrwert sie eigentlich von einer Regierung erwarten können, die zunächst einmal die Kosten hochtreibt und neue Versorgungsposten schafft. Erleben wir im Land nun die leistungsfähige Super-Regierung oder eher einen Versorgungsladen mit Selbstbedienungsmentalität? Ist nicht eigentlich gerade die Zeit, mit Haushaltsdisziplin, Sparwillen und intelligenter Prioritätensetzung ein gutes Vorbild zu sein? Am Ende ist es auch eine Frage des Respekts und der Solidarität gegenüber den Bürgern im Land. Aktuell sieht es jedoch so aus, als würde die neue Landesregierung und ihre schwarz-rote Koalition diese Frage wohl eher mit einem Schulterzucken und gegenseitiger Zustimmung beantworten.“