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FDP Rheinland-Pfalz legt 10-Punkte-Papier zu Startups vor

(13.10.2015) MAINZ. Es gibt noch vieles, was man tun kann, um Unternehmensgründungen in Deutschland leichter und attraktiver zu gestalten, dies war das Ergebnis einer Gesprächsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern der FDP Rheinland-Pfalz sowie einiger rheinland-pfälzischer Startups. Die FDP Rheinland-Pfalz wurde vertreten durch ihren Vorsitzenden, Dr. Volker Wissing, die stellvertretende Vorsitzende, Daniela Schmitt sowie den Kandidaten für die Landtagswahl 2016 Steven Wink. Als prominente und kompetente Verstärkung nahm auch der FDP-Bundesvorsitzende, Christian Lindner, an dem Gespräch bei dem Startup match2blue in Mainz teil.

Die rheinland-pfälzische Startupszene repräsentierten Stephanie Render, match2blue, N‎ormann Kreuter, Eviscan, Michael Grupp, Lexalgo/Thesius, Dennis Albert, Thesius und Florian Weiland, Lexalgo.
Anlässlich des Gespräches präsentierten die Freien Demokraten ein Zehn-Punkte-Papier, wie die Gründerkultur in Rheinland-Pfalz verbessert werden kann:

  1. Vereinfachung von Gründungen durch Schaffung einer One-Stop-Agency. Gründer brauchen für alle Fragen und Formalien eine Anlaufstelle.
  2. Eine stärkere Verknüpfung von Wirtschaft, Schule und Hochschule zur Vermittlung des Unternehmertums. Dies kann durch sog. Practice-Days in Schulen oder Unternehmen erfolgen.
  3. Schaffung von günstigen Büro- und Verwaltungsräumen im Verbund mit der Wirtschaft, um insbesondere Gründern aus strukturschwachen Regionen zu unterstützen.
  4. Förderung von Gründungsbüros an Hochschulen um Ausgründungen, insbesondere im Technologie- und Forschungsbereich zu erleichtern. 
  5. Bürokratieabbau für Gründer und den Mittelstand, z.B. durch eine One-In-One-Out-Regelung für Landesgesetze oder aber auch eine Ablaufzeit für Gesetze.
  6. Öffnung von Förderprogrammen, wie z.B. der EXIST-Förderung, auch für Nichtakademiker oder klassische Gründer im Handwerk. 
  7. Förderung einer Kultur welche eine zweite Chance ermöglicht und fördert.
  8. Einführung eines bürokratiefreien Jahres. Eine Gewerbeanmeldung soll für das erste Gründungsjahr ausreichend sein.
  9. Förderung des Breitbandausbaus, gerade in ländlichen Räumen. Gründungen auf dem Lande dürfen denen in Großstädten nicht benachteiligt werden.
  10. Eine gründerfreundliche Politik auf Bundesebene einfordern. Hierzu zählt u.a. die Steigerung der Attraktivität von Beteiligungsinvestitionen, bessere Rahmenbedingungen und Rechtsrahmen für Wagniskapital und Crowdfunding, die Einführung eines Venture-Capital-Gesetzes.