Infrastruktur

Schnelles Internet

Produktionsmethoden stehen vor einem grundsätzlichen Wandel. Die Begriffe Industrie 4.0, Internet der Dinge, Big Data sind Stichworte, die die Richtung aufzeigen: industrielle Produktion wird künftig weit stärker spezialisiert erfolgen. Werkstücke und Maschinen werden Daten austauschen, Produktionsprozesse werden stärker digital gesteuert. Fachleute gehen davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren 390.000 Arbeitsplätze und ein Wirtschaftswachstums von rd. einem Prozent durch Industrie 4.0 erreicht werden kann.

Ähnliche Herausforderungen ergeben sich in reinen Dienstleistungsbereichen wie beispielsweise dem Handel, der bereits heute einen massiven Umbruch der Vertriebswege erfährt und der sich weiter fortsetzen wird. Diese Herausforderungen betreffen sowohl die Großunternehmen wie auch den Mittelstand. Sie erfordern neue Berufsbilder und stellen neue Anforderungen an die Beschäftigten in den Unternehmen.


Rheinland-Pfalz ist auf diese Herausforderungen nicht gut vorbereitet:

Die Digitalisierung setzt ein geeignetes und zukunftsfähiges Breitbandnetz voraus. Die Bundesregierung hat als Ziel formuliert: Bis 2018 sollen flächendeckend in Deutschland Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen, wobei der zuständige EU-Kommissar derzeit bereits „vierspurige Datenautobahnen“ mit Übertragungsraten bis 100 Megabit/s fordert. Alle Bundesländer haben eigene Initiativen entwickelt, um ihre Standortqualität zu verbessern. Rheinland-Pfalz hinkt hierbei hinterher. Das Land liegt unter den alten Bundesländern in Bezug auf die Breitbandversorgung über 50 Mbit/s (alle Technologien) mit knapp über 62 Prozent der Haushalte auf dem letzten Platz (Stand Ende 2014).

Die FDP will den Technologiestandort Rheinland-Pfalz im nationalen und internationalen Wettbewerb stärken, dazu benötigt das Land eine neue Technologieinitiative: In diesem Sinn steht die FDP für eine technologieoffene Gesellschaft.

 


Den Ausbau eines leistungsfähigen Breitbandnetzes


Ohne ein leistungsfähiges Breitbandnetz in Rheinland-Pfalz sind die Herausforderungen, die die Umstellung von Produktions- und Vertriebsprozessen heute an die Unternehmen stellen, nicht zu meistern. Rheinland-Pfalz muss die Rolle des Schlusslichts unter den alten Bundesländern abgeben und zum Spitzenreiter beim Breitbandausbau werden. In erster Linie ist die Bundesregierung gefordert, die selbst gesetzten Ausbauziele für das Breitband umzusetzen (flächendeckende Verfügbarkeit von mindestens 50 Mbit/s bis 2018), indem die erforderlichen Mittel für die strukturschwachen Regionen bereitgestellt werden. Bei geschätzten Ausbaukosten von bis über 90 Mrd. Euro (FTTH-Ausbau) muss das Ziel darin bestehen, einen möglichst großen Anteil über markt-getriebene Prozesse aufzubringen. Für die Erschließung der strukturschwachen Regionen, die auf diesem Wege nicht erreicht werden können, ist erforderlich, die Erlöse des Bundes aus der Versteigerung der Übertragungsfrequenzen vollständig zu nutzen.

Bei dem Ausbau der Breiband-Infrastruktur ist der Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt zu erhalten und zu fördern.

Rot-Grün setzt auf Preisausschreiben für einzelne Dörfer. Wir wollen schnelles Netz für ganz Rheinland-Pfalz. Nur das schafft Arbeitsplätze und Wohlstand im Land!#SchauenWirNachVorn

Posted by FDP Rheinland-Pfalz on Montag, 14. Dezember 2015