Lehrerversorgung und Lehreraus- und Lehrerfortbildung

Eine gute Lehrerversorgung ist Grundvoraussetzung für Unterricht. Die FDP setzt sich dafür ein, dass an allen Schularten eine 100%ige Lehrerversorgung sichergestellt wird: Jedes Kind hat ein Recht darauf etwas zu lernen und nicht nur an 80 % der Schultage. Deshalb ist bei der Besetzung von Stellen eine 100%ige Versorgung aller Schulen schon im Planungsansatz für kommende Schuljahre sicherzustellen. Damit kann ein Teil des jetzigen Unterrichtsausfalls abgedeckt werden. Da Ausfälle durch Erkrankung, Weiterbildung und dienstliche Veranstaltungen eintreten, wird es auch in Zukunft erst bei einer Stellenzuweisung von 105 % zu einer optimalen Versorgung kommen, was längerfristig angestrebt werden muss. Auch die Besetzung von Funktionsstellen muss zeitnah erfolgen.

Jeder Schüler hat das Anrecht von einer sehr gut ausgebildeten Lehrkraft unterrichtet zu werden; eine solche Lehrkraft verfügt über Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Diagnosefähigkeit und eine schulrechtliche Ausbildung, um so im Berufsalltag den täglich wechselnden Anforderungen gerecht zu werden. Unterricht muss an den jeweiligen Schülern und Schülerinnen ausgerichtet sein, soll bei ihnen eine Kompetenzsteigerung bewirken und soll fachlich mehr oder weniger komplexe Inhalte verständlich vermitteln. Für die Qualität von Bildung sind in erster Linie die Lehrkräfte verantwortlich. Auf den Lehrer kommt es an! Aus diesem Grund muss um die Besten geworben werden.

Wir werden:
  • eine gute Lehrerversorgung an allen Schularten sicherstellen, um so jedem Schüler, jeder Schülerin das Recht auf Unterricht gewährleisten zu können.
  • den Pool an Vertretungskräften aufstocken, um unvorhergesehene Ausfälle abzufedern.
  • inklusive Bildung verstärkt in die allgemeine Lehrerausbildung aller Schularten aufnehmen. Der eigenständige Studiengang „Lehramt Sonderpädagogik“ bleibt erhalten.
  • den Trend zum Einheitslehrer nicht unterstützen. Für ein differenziertes Bildungswesen, das allen Kindern mit ihren unterschiedlichen Begabungen gerecht werden soll, ist der Einheitslehrer die falsche Antwort. Deshalb ist eine klare Differenzierung bezüglich der Schulformen vorzunehmen.
  • höhere Praxisanteile im Lehramtsstudium verankern und bundesweite Standards der Lehrerausbildung anstreben.
  • die Verantwortung für ein Lehramtsstudium bei den Hochschulen und die Referendarausbildung bei den Seminaren und Ausbildungsschulen belassen. Die Möglichkeit der Rückkehr zum zweijährigen Referendariat wird mit den Fachleuten erörtert und wenn gewünscht wieder umgesetzt. Ziel muss die fundierte Vorbereitung auf die Alltagsherausforderungen des Lehrerberufs sein.
  • uns für fundierte und strukturierte Qualifizierungsprogramme für künftige Schulleiterinnen und Schulleiter einsetzen, die an den Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen angeboten werden sollen.
  • dafür eintreten, dass die Stellung der Schulleiterinnen und Schulleiter gestärkt wird.
  • uns dafür einsetzen, dass bei sexuellem Missbrauch an Schülerinnen/Schülern zum Schutz Kinder für verurteilte Täter ein Verbot der Lehrtätigkeit an Schulen sichergestellt wird.