Hochschulen zukunftsfähig gestalten

Hochschulen sind für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes von existenzieller Bedeutung. Die systematische Entwicklung von Forschung und Lehre in Rheinland-Pfalz muss sowohl finanziell als auch strukturell neu konzipiert werden. Die Politik muss den Rahmen setzen, um das Bestmögliche in der Lehre, Forschung und Weiterbildung für Rheinland-Pfalz, seine Institutionen und Unternehmen sowie die Bürger/innen und Studierenden zu erarbeiten. Exzellent ausgebildete Köpfe sichern unseren Wohlstand im globalen und regionalen Wettbewerb.


Durchlässige Hochschulen

Studierende müssen unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund bestmöglich gefördert werden – finanzielle Gründe dürfen niemanden von einem Studium abhalten.

Wir wollen:

  • eine Ausbildungsförderung, die eltern-, einkommens- und vermögensunabhängig ist. Seit der Übernahme der BAföG-Ausgaben vom Bund zum 1. Januar 2015 sieht sich die Landesregierung nicht mehr in der Pflicht, Reformen in der Ausbildungsförderung voranzutreiben.
  • mit einer neuen Stipendienkultur und Stipendienprogrammen akademische Erfolge junger Menschen honorieren und damit zusätzliche Leistungsanreize setzen. Dabei setzen wir auch auf die regionalen, bundes- und weltweiten Unternehmen, die von gut ausgebildeten Akademikerinnen und Akademikern profitieren.
  • Maßnahmen wie Wettbewerbe, Ausschreibungen oder Talentscouts an Hochschulen, die verborgene Potenziale in den weiterführenden Schulen entdecken und fördern.

 

Zukunftsfähige Ausstattung der Hochschulen

Die Landesregierung steht in der Pflicht, die Qualität in Forschung und Lehre zu unterstützen. Die Grundmittel je Studierenden, die Betreuungsrelation zwischen Studierenden und Lehrenden sowie die Raumausstattung (absolut und in Relation zu Studierenden und Personal) müssen in Rheinland-Pfalz verbessert werden. Die Beschäftigungsverhältnisse des Lehrpersonals an den staatlichen Hochschulen werden zunehmend prekär; Zeitverträge für das Lehrpersonal mindern die Attraktivität einer universitären Laufbahn. Der akademische „Mittelbau“ muss langfristig wieder gestärkt werden.

Wir wollen:

  • Eine angemessene Bezahlung und eine planbare Zukunft, die unerlässliche Anreize dafür sind, die Qualität in Forschung und Lehre langfristig zu sichern.

Beste Bildung braucht die modernsten Methoden. Die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten für individuelles, effizienteres und motivierendes Lernen – das ganze Leben lang. Livestreams statt Anwesenheitspflichten und überfüllter Hörsäle – auch das fördert die Vernetzung der Hochschulen.


Hochschulfreiheitsgesetz

Die rheinland-pfälzischen Hochschulen sollen in der Zukunft keine staatlichen Einrichtungen, sondern ausschließlich Körperschaften des öffentlichen Rechts sein. Sie werden mit dem Land Zielvereinbarungen abschließen, die in regelmäßigen Abständen auf ihre Einhaltung überprüft werden.

Die Hochschulen werden somit aus der Abhängigkeit kleinstrukturierter ministerieller Gängelung entlassen und tragen nun weitgehend eigenständig Verantwortung für Personal, Profilbildung und Budget. Dies führt zu mehr Effizienz, zu mehr selbstbewusstem Denken in den Hochschulen und somit zu mehr innovativem Handeln und zur schnelleren Anpassung im nationalen und internationalen Wettbewerb. In einem neuen Geist mit mehr Freiheit und Verantwortung werden sich unsere Hochschulen nachhaltig weiterentwickeln.

Wir wollen:

  • mehr Handlungs- und Gestaltungsspielraum für die Hochschulen. Die Wissenschafts- und Hochschulpolitik muss die Rahmenbedingungen für größtmögliche Eigenständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Profilbildung der Hochschulen schaffen, so dass diese selbstständig die Ziele hervorragender Lehre, exzellenter Forschung und effektiven Wissens- und Technologietransfers umsetzen können.
  • Hochschulen, die in einem wettbewerblichen Umfeld mit passgenauen Angeboten um die Gunst der Studierenden konkurrieren, woraus innovative Angebote und Problemlösungsstrategien sowie effiziente Strukturen entstehen.


Hochschullandschaft weiterentwickeln

Um die Qualität und Effizienz der Hochschulen zu steigern, ist die Hochschullandschaft in Rheinland-Pfalz systematisch weiter zu entwickeln. Angesichts der Wettbewerbsorientierung entwickeln die Hochschulen profilbildende individuelle Programme und Dienstleistungen. Dadurch wird die Qualität von Forschung und Lehre steigen und eine neue Entwicklungsdynamik in der rheinland-pfälzischen Hochschullandschaft initiiert. Private Hochschulen ergänzen das staatliche Bildungsangebot und können als Vorbilder für Kooperationen mit Unternehmen, die Einwerbung privater Zuschüsse und die Mittelverwendung sein. Dennoch muss die Eigenständigkeit staatlicher Hochschulen über eine ausreichende Grundfinanzierung durch das Land zu jeder Zeit gewährleistet sein. Befristete Hochschulpakte und außerplanmäßige Zwischenfinanzierungen dürfen nicht die Regel sein.

 

Zukunftsfähige Ausstattung der Hochschulen

Die Landesregierung steht in der Pflicht, die Qualität in Forschung und Lehre zu unterstützen. Die Grundmittel je Studierenden, die Betreuungsrelation zwischen Studierenden und Lehrenden sowie die Raumausstattung (absolut und in Relation zu Studierenden und Personal) müssen in Rheinland- Pfalz verbessert werden. Die Beschäftigungsverhältnisse des Lehrpersonals an den staatlichen Hochschulen werden zunehmend prekär; Zeitverträge für das Lehrpersonal mindern die Attraktivität einer universitären Laufbahn. Der akademische „Mittelbau“ muss langfristig wieder gestärkt werden.

Wir wollen:

· Eine angemessene Bezahlung und eine planbare Zukunft, die unerlässliche Anreize dafür sind, die Qualität in Forschung und Lehre langfristig zu sichern.

Beste Bildung braucht die modernsten Methoden. Die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten für individuelles, effizienteres und motivierendes Lernen – das ganze Leben lang. Livestreams statt Anwesenheitspflichten und überfüllter Hörsäle – auch das fördert die Vernetzung der Hochschulen.


Hochschulfreiheitsgesetz

Die rheinland-pfälzischen Hochschulen sollen in der Zukunft keine staatlichen Einrichtungen, sondernausschließlich Körperschaften des öffentlichen Rechts sein. Sie werden mit dem Land Zielvereinbarungen abschließen, die in regelmäßigen Abständen auf ihre Einhaltung überprüft werden.

Die Hochschulen werden somit aus der Abhängigkeit kleinstrukturierter ministerieller Gängelung entlassen und tragen nun weitgehend eigenständig Verantwortung für Personal, Profilbildung und Budget. Dies führt zu mehr Effizienz, zu mehr selbstbewusstem Denken in den Hochschulen und somit zu mehr innovativem Handeln und zur schnelleren Anpassung im nationalen und internationalen Wettbewerb. In einem neuen Geist mit mehr Freiheit und Verantwortung werden sich unsere Hochschulen nachhaltig weiterentwickeln.

Wir wollen:

  • mehr Handlungs- und Gestaltungsspielraum für die Hochschulen. Die Wissenschafts- undHochschulpolitik muss die Rahmenbedingungen für größtmögliche Eigenständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Profilbildung der Hochschulen schaffen, so dass diese selbstständig die Ziele hervorragender Lehre, exzellenter Forschung und effektiven Wissens- und Technologietransfers umsetzen können.
  • Hochschulen, die in einem wettbewerblichen Umfeld mit passgenauen Angeboten um die Gunst der Studierenden konkurrieren, woraus innovative Angebote und Problemlösungsstrategien sowie effiziente Strukturen entstehen.

 

Hochschullandschaft weiterentwickeln

Um die Qualität und Effizienz der Hochschulen zu steigern, ist die Hochschullandschaft in Rheinland- Pfalz systematisch weiter zu entwickeln. Angesichts der Wettbewerbsorientierung entwickeln die Hochschulen profilbildende individuelle Programme und Dienstleistungen. Dadurch wird die Qualität von Forschung und Lehre steigen und eine neue Entwicklungsdynamik in der rheinland-pfälzischen Hochschullandschaft initiiert. Private Hochschulen ergänzen das staatliche Bildungsangebot und können als Vorbilder für Kooperationen mit Unternehmen, die Einwerbung privater Zuschüsse und die Mittelverwendung sein. Dennoch muss die Eigenständigkeit staatlicher Hochschulen über eine ausreichende Grundfinanzierung durch das Land zu jeder Zeit gewährleistet sein. Befristete Hochschulpakte und außerplanmäßige Zwischenfinanzierungen dürfen nicht die Regel sein.

Wir wollen:

  • Hochschulentwicklungspläne: Die Hochschulen erarbeiten partnerschaftlich eine „Roadmap“ für die rheinland-pfälzische Hochschullandschaft, die dann kontinuierlich fortgeschrieben wird, um die bestmögliche Ressourcenverteilung und Zielerreichung sicherzustellen.

Das deutsche Hochschulsystem ist traditionell vielfältig: Universitäten (inkl. Musik-, Kunst- und pädagogische Hochschulen), (Fach-)Hochschulen, Berufsakademien und Duale Hochschulen. Nicht zuletzt der Bologna-Prozess lässt allerdings die Trennungslinien mehr und mehr verschwimmen: So gibt es beispielsweise nicht mehr die Universität mit den universitären Studiengängen oder die Fachhochschule mit den Fachhochschulstudiengängen. Die dynamische Überwindung der bestehenden formalen Differenzierung bietet große Chancen, ein lebendigeres, wirtschaftlicheres und regional prägenderes Hochschulsystem nachhaltig aufzubauen.

Wir wollen:

  • die Universität Koblenz und die Hochschule Koblenz zu einer Gesamthochschule fusionieren.


Folgen des Bologna-Prozesses überprüfen

Wir brauchen eine vorurteilsfreie Überprüfung, welche Folgen die Umsetzung des Bologna-Prozesses hat. Dies gilt für die Gliederung in die Bachelor- und Masterphase einzelner Studiengänge und das Verhältnis zwischen Universitäten und Fachhochschulen.

Sicher ist, dass die Gliederung der Lehrerbildung in eine Bachelor- und Masterphase eine Fehlentscheidung war. Es war eine Illusion zu glauben, Studierende mit einem Bachelorabschluss als Lehrer/Lehrerin hätten eine erfolgreiche Berufsperspektive. Des Weiteren führt die sechssemestrige gemeinsame Ausbildung für alle zukünftigen Lehrer zu deutlichen Profil- und Qualitätsverlusten. Der Weg zum Einheitslehrer muss gestoppt werden.


Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Regionale Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft fördert den Technologie- und Wissenstransfer von den Hochschulen in die Praxis, wovon besonders kleine und mittelständische Unternehmen profitieren. Zugleich soll das Know-how der Praxis regelmäßig und systematisch in die akademische Forschung und Lehre fließen, dort rezipiert, analysiert und in neue Forschungsaktivitäten und Lehrangebote transferiert werden.

Wir wollen:

  • die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft fördern
  • den verstärkten Einsatz von Lehrbeauftragten und Honorarprofessoren aus der unternehmerischen Praxis, den Austausch zwischen Theorie und Praxis intensivieren.
  • „offene Hochschulen“, die im Dialog mit der Region stehen, weitergehende berufsbegleitende Programme anbieten, durchlässig zwischen beruflicher und akademischer Bildung sind und bereits erbrachte Leistungsnachweise anerkennen.
     

Duale Hochschule Rheinland-Pfalz

Die derzeitige Struktur der Dualen Hochschule Rheinland-Pfalz ist völlig unzureichend. Heterogene Angebote an einzelnen Hochschulstandorten schöpfen das Potenzial bei weitem nicht aus. Das gilt sowohl für den Bedarf der Unternehmen als auch für die Nachfrage zukünftiger Studierender. Eine neue Duale Hochschule braucht eine ähnliche Struktur wie die aus der Berufsakademie hervorgegangene, äußerst erfolgreiche Duale Hochschule Baden-Württemberg. Von diesem Erfolgsmodell ist Rheinland-Pfalz noch sehr weit entfernt.

Mit einer neuen Dualen Hochschule helfen wir zukünftigen Studierenden mit Standorten nahe ihrem Wohnort in Rheinland-Pfalz und den Unternehmen mit der Bindung qualifizierten Nachwuchses. Letztendlich führt dies zu einer deutlichen Aufwertung des Bildungsstandortes Rheinland-Pfalz.


Mobilität in der Ausbildung

Studierende und Auszubildende im Flächenland Rheinland-Pfalz sollen unabhängig vom Zuschnitt des örtlichen Verkehrsverbundes ein Ticket erwerben können, das die Nutzung des Schienenverkehrs im ganzen Bundesland ermöglicht.

Zur Verbesserung der Mobilität von Studierenden und Auszubildenden soll die Einrichtung eines landesweiten, optionalen Semestertickets für den Schienenverkehr mit Anbindung bis zu den Hauptbahnhöfen Saarbrücken, Karlsruhe, Mannheim und Bonn sorgen. Die Freien Demokraten setzen damit konsequent ihre Politische Arbeit fort, die zum Rheinland-Pfalz-Takt führte.

Ein Rheinland-Pfalz weites Semesterticket soll als Sockelmodell landesweit den Studierenden und Schülern an berufsbildenden Schulen angeboten werden. Der Sockelbetrag soll dabei die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs (Bus, S-Bahn, etc.) am direkten Ausbildungsort ermöglichen und berechtigt zum Erwerb des Rheinland-Pfalz Semestertickets. Die Entscheidung für oder gegen die Anschaffung des Tickets treffen die einzelnen Studierenden und Schülern und entlastet so im Vergleich zur aktuellen Lage alle, die nur den Individualverkehr (PKW, Rad, …) nutzen.