WISSING: Wirtschaftsministerin Lemke muss Vorstellungen über ein Endlager für Atommüll in Rheinland-Pfalz konkretisieren
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Bild: (c) Christian Dengler / www.pixelio.de MAINZ. Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin, Eveline Lemke, Bündnis 90/Die Grünen, hat in einem Interview mit der Rhein-Zeitung angekündigt, dass ein atomares Endlager auch in Rheinland-Pfalz möglich sein müsse.
Die rheinland-pfälzische FDP reagierte mit scharfem Protest auf diese Äußerungen der Grünen-Politikerin. Der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen FDP, Dr. Volker Wissing, bezeichnete es als unverantwortlich, derartige Dinge in den Raum zu stellen. "Entweder Frau Lemke hat konkrete Pläne für eine Endlagersuche in Rheinland-Pfalz, dann muss sie diese auf den Tisch legen, oder ihre Äußerungen zeugen von einem eklatanten Mangel an Verantwortungsgefühl", so Wissing
Es gehöre nicht zu den Aufgaben einer Wirtschaftsministerin, die Bevölkerung mit einer wirren Endlagerdebatte zu verunsichern. Die Suche nach einem geeigneten Ort müsse vielmehr auf Grundlage wissenschaftlicher Fakten erfolgen.
"Die leichtfertigen Aussagen der Ministerin stehen in einem krassen Widerspruch zu der Dimension der Aufgabe", kritisierte Wissing. Eine Endlagersuche sei kein "heiteres Orteraten", sondern müsse ein transparenter, sorgfältig geplanter und durchgeführter Prozess sein.
"Wenn Frau Lemke ein atomares Endlager in Rheinland-Pfalz will, muss sie die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einbeziehen", so Wissing. (14.12.2011)
Bild: (c) Christan Dengler / www.pixelio.de