Rot-Grüne Kulturpolitik ist eine Blamage für das moderne Rheinland-Pfalz

Rot-Grüne Kulturpolitik ist eine Blamage für das moderne Rheinland-Pfalz MAINZ. Toleranz gehört nicht zu den hervorstechendsten Merkmalen grüner Politik, aber was sich die Landesregierung in Anbetracht des Angebots des renommierten Künstlers, Anselm Kiefer, leistet, einen Kühlturm des Atomkraftwerks Mülheim-Kärlich gestalten zu wollen, spottet jeder Beschreibung. Während die grüne Wirtschaftsministerin den Vorschlag ohne näheres Wissen als "Atomdenkmal" geißelt und ablehnt, meint der SPD-Kulturstaatssekretär, Walter Schumacher, dass man dem Künstler doch auch andere "Orte zeigen könnte".



Für die rheinland-pfälzische FDP ist das Verhalten der rot-grünen Landesregierung an Peinlichkeit kaum mehr zu überbieten. "Wenn Herr Kiefer ein seriöses Angebot vorlegt, welches auch für die Region attraktiv ist, muss das auch geprüft werden", sagte der FDP-Landesvorsitzende, Dr. Volker Wissing. "Während die Landesregierung hunderte Millionen am Nürburgring verpulvert, verhindert sie gleichzeitig künstlerische Projekte, die als kulturelle Leuchttürme weit über die Region hinaus Wirkung entfalten könnten", so Wissing. Das sei kultur- und wirtschaftspolitisch unsinnig.
Immerhin sei es nicht ausgeschlossen, dass hier ein Kunstwerk entstehen könnte, welches die Region nachhaltig aufwerten und den Tourismus fördern könnte und damit Arbeitsplätze schafft. "Die Kulturfeindlichkeit der Grünen ist nicht nur peinlich für das Land, sie schadet auch den Menschen vor Ort", kritisierte der FDP-Politiker.

"Rheinland-Pfalz ist ein modernes und weltoffenes Land in dem Kunst und Kultur gefördert und nicht ideologisch behindert werden", so Wissing. Die Kulturfeindlichkeit der grünen Wirtschaftsministerin stehe in krassem Widerspruch zu dem, was Rheinland-Pfalz ausmache. Er forderte die Landesregierung auf, auch mal über die Landesgrenze zu schauen. Dort werde die Anlage des schnellen Brüters in Kalkar als Freizeitpark genutzt und auch der Kühlturm sei in das Konzept einbezogen. "Die tumbe Verweigerungshaltung der Landesregierung droht zu einem Stigma für das Land Rheinland-Pfalz zu werden", befürchtet Wissing. Die rheinland-pfälzische FDP sei bereit, die Vorschläge von Anselm Kiefer vorbehaltlos zu prüfen und genau das erwarte er auch von der Landesregierung sagte der FDP-Politiker. "Wenn die Chance besteht, dass Herr Kiefer in Rheinland-Pfalz ein Kunstwerk errichte, muss man das zumindest prüfen", so Wissing. Ein internationales Kunstwerk könnte ein Aushängeschild für das Land Rheinland-Pfalz sein und tatsächlich den Tourismus sowie die Region stärken, ganz im Gegensatz zu dem Beck'schen Millionengrab am Nürburgring. (11.11.2011)