FDP kritisiert SPD-Forderung nach höheren Ticketpreisen bei Fußballspielen

FDP lehnt Event-Euro ab MAINZ. Die Haushaltspolitik der SPD nimmt zunehmend skurrilere Züge an. Während der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen SPD-Landtagsfraktion die Einführung einer Steuerausfallbremse fordert, will der SPD-Innenminister, Roger Lewentz, die Bürgerinnen und Bürger nun mit einem "Event-Euro" zur Kasse bitten. Die Fans der rheinland-pfälzischen Fußballvereine Mainz 05 und 1. FC Kaiserslautern dürfte das nicht freuen, würden die Vereine diese Kosten doch umgehend auf die Eintrittspreise umlegen. Auch die rheinland-pfälzische FDP lehnt die Pläne von SPD-Innenminister Lewentz ab: "Die SPD versucht den Eindruck zu vermitteln, als handele es sich bei der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit um eine freiwillige Dienstleistung des Staates", kritisierte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing.

Kulturelle Veranstaltungen, Feste, Sportereignisse gehörten zum normalen gesellschaftlichen Leben, es sei daher vollkommen unangebracht, wenn die SPD daraus nun einen Ausnahmetatbestand mache, der die Einführung zusätzlicher Gebühren rechtfertige.

Die Forderungen von Innenminister Lewentz zeigten deutlich, dass für die rheinland-pfälzischen Sozialdemokraten Sparen vor allem im Abkassieren der Bürgerinnen und Bürger besteht, so Wissing. "Was Herr Lewentz so freundlich als Event-Euro bezeichnet, ist in Wahrheit nichts anderes als eine Teilnahmegebühr am gesellschaftlich-kulturellen Leben", sagte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende. Er bezeichnete es als Polit-Groteske, dass ausgerechnet ein Sozialdemokrat den Besuch von Fußballspielen zu einem Privileg für Gutverdiener machen wolle, so Wissing. Wer die Teilnahme an gesellschaftlichen Großveranstaltungen bestrafen wolle, habe offensichtlich eine seltsame Auffassung vom kulturellen Leben in einer offenen Gesellschaft, kritisiert Wissing die SPD-Initiative. (04.11.2011)